10 Jahre Ratgeber Sanierung
24.08.2015
 

Vier von fünf Energieausweisen liegen im roten Bereich

Altbauten erreichen selten gute Effizienzklasse im Energieausweis

G und H - das sind die häufigsten Effizienzklassen, die im Energieausweis für Altbauten vergeben werden. Die meisten Immobilien ordnen sich damit im tiefroten Bereich der Skala ein. Deutlich positiver sieht die Verteilung der Effizienzklassen im Energieausweis erst bei Immobilien ab Baujahr 2000 aus. Das ergab eine Auswertung von mehr als 10.000 Energieausweisen, die nach EnEV 2014 ausgestellt wurden.

Skala Energieausweis EffizienzklasseBild größer anzeigen
Rote Karte für viele Altbauten: Auf der Skala für die Energieeffizienz im Energieausweis erreichen sie nur schlechte KlassenFoto: Energie-Fachberater.de

Rund 500.000 Energieausweise wurden ausgestellt, seit die EnEV 2014 am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Seitdem müssen Hausbesitzer bei Vermietung oder Verkauf die Energieeffizienzklasse ihres Gebäudes in einem Energieausweis ausweisen. In einer ersten qualifizierten Auswertung wurden jetzt 10.354 Energieausweise analysiert, die zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 ausgestellt wurden. Das Ergebnis lässt Eigentümer von Altbauten rot sehen: Vier von fünf Altbauten in Deutschland liegen demnach im roten Bereich der Energiebedarfsskala im Energieausweis!

So sind die Effizienzklassen im Energieausweis verteilt
Bei den untersuchten Energieausweisen weisen 41 Prozent die Energieeffizienzklasse H am Ende der Skala aus. Auf die Energieeffizienzklasse G entfallen 22 Prozent. Immer noch im orangeroten Bereich der Skala, die seit dem 1. Mai 2014 auf jedem neuen Energieausweis verbindlich ist, sind 17 Prozent der Gebäude in der Energieeffizienzklasse F zu verorten. Zwölf Prozent finden sich in der Energieeffizienzklasse E. Lediglich sieben Prozent gibt es in der Energieeffizienzklasse D und nur ein Prozent in C. Die Energieeffizienzklassen B, A und A+ sind in Deutschland nur in Einzelfällen auszumachen und prozentual nicht abbildbar. Lediglich in Einzelfällen erreichen vor der Jahrtausendwende erbaute Immobilien positive Effizienzklassen. Eine deutlich positivere Effizienzklassenverteilung ist erst bei Immobilien ab dem Jahre 2000 erkennbar.

Insgesamt zeigt die Auswertung der Energieausweise, dass viele Altbauten in keinem besonders guten Zustand sind. Energieeinsparungen sind damit Fehlanzeige und das Potenzial für Heizkosteneinsparungen ist entsprechend groß. Mit einer energetischen Sanierung - egal ob mit abgestimmten Einzelmaßnahmen oder einer Komplettsanierung - können Hausbesitzer Heizkosten einsparen und eine bessere Effizienzklasse im Energieausweis erreichen. 

 
 
 
 
Quelle: TNS Infratest
 
 
 
 

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