10 Jahre Ratgeber Sanierung
Expertenwissen

Dämmung des Rollladenkastens richtig planen

Luftdichter Abschluss enorm wichtig

Wärmebrücke
 
Damit keine Wärmebrücken entstehen, sollte der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Rollladenkästen dem U-Wert des Wandaufbaus entsprechen. Da sich der zwischen Innenraum und Außenluft meistens aber nur eine dünne Holzplatte befindet, sind die Dämmeigenschaften des Rollladenkastens bei Altbauten bei weitem nicht ausreichend. Energieberater Rolf-Peter Weule erklärt, was Hausbesitzer bei der Dämmung des Rollladenkastens beachten müssen.
Dämmung Rollladenkasten im FenstersturzBild größer anzeigen
Alte Rollladenkästen sind eine erhebliche energetische Schwachstelle. Die nachträgliche Dämmung spart Heizkosten und macht Schluss mit ZugluftFoto: Beck+Heun GmbH

Bei Rollladen unterscheidet man zwischen Einschub- oder Aufsatzrollladen - hier ist der Rollladenkasten (auch Sturzkasten genannt) im Mauerwerk über dem Fenster eingebaut - sowie Vorbaurollladen, die an der Außenwand vor dem Fenster angebracht sind. "Wenn der Rollladenkasten in die Wand eingebaut ist, sollte er eine Dämmung erhalten, bei reiner Außeninstallation (Vorbaurollladen) kann man darauf verzichten", so Energieberater Rolf-Peter Weule. Denn die außen aufgesetzten Rollladenkästen haben geringere Energieverluste. Allerdings sind sie nicht so gebräuchlich, weil sie den Charakter des Hauses verändern und oft als optisch störend empfunden werden.

"Werden die alten Rollladen weiterhin genutzt, können die Rollladenkästen durch eine nachträgliche Dämmung entscheidend verbessert und Energieverluste wesentlich reduziert werden", betont Energieberater Weule. Im Idealfall wird der Hohlraum des Rollladenkastens an allen fünf Seiten mit geeigneten Dämmstoffen versehen, die so dick wie möglich sein müssen und durchgängig lückenlos zu verlegen sind.

Ohne luftdichten Abschluss geht Dämmwirkung verloren
"Am wichtigsten sind die dem Raum zugewandten Flächen nach unten und vorne. Die Dämmung der restlichen Seiten dient der Verringerung von Wärmebrücken, ist aber häufig nur mit verringerter Dämmstärke durchführbar", erklärt der Energieberater weiter. Eine Dämmung von außen bringt wenig, zumal die Anschlüsse des Kastendeckels an Kasten und Fenster nach wie vor eine Schwachstelle sind.

Abschließend erfolgt die luftundurchlässige Abdichtung: Denn schließt ein Rollladen nicht dicht ab, kann Wind dahinter gelangen, in den Kasten wehen, diesen und das Fenster selbst auskühlen und durch den äußeren Spalt oben wieder abfließen. "Damit hat der Rollladen keinerlei Wärmedämmwirkung mehr und es kommt unnötig viel Zugluft durch die Gurtführung des Rollladenkastens ins Innere", erklärt Energieberater Weule. Sämtliche Fugen wie am Kastendeckelrand und am Rollladenauslass sowie die Gurtdurchführungen müssen deshalb mit Dichtungsbändern, Bürstendichtungen oder speziellen Gummistopfen abgedichtet werden.

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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