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BAFA-Förderung für Hackschnitzelheizung und Scheitholzheizung

Zuschuss erleichtert Umstellung auf Erneuerbare Energien

Sanierungskosten
 
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Umstellung der Heizung auf Erneuerbare Energien. Das gilt auch für Holzheizungen. Einen attraktiven Zuschuss gibt es deshalb für einen Pelletofen mit Wassertasche, Hackschnitzelheizungen mit Pufferspeicher, Scheitholzvergaserkassel mit Pufferspeicher und Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz.
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1.400 Zuschuss erhalten Hausbesitzer im Rahmen der BAFA-Förderung für eine Hackschnitzelheizung, Scheitholzheizung oder einen wasserführenden PelletofenFoto: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar

Diese Voraussetzungen gelten für die BAFA-Förderung
Die neue Heizung muss in einem Haus installiert werden, in dem schon mindestens zwei Jahre lang ein anderes Heizsystem installiert war (Gebäudebestand). Der hydraulische Abgleich des Heizsystems ist Pflicht und muss vom Heizungsinstallateur in der Fachunternehmererklärung  bestätigt werden. Außerdem muss mindestens eine Umwälzpumpe im Heizungssystem die Effizienz-Anforderungen entsprechend der Effizienzklasse A erfüllen oder den Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesignrichtlinie von 0,27 einhält. Nachgewiesen wird das mit der Rechnung, aus der Hersteller und die Typbezeichnung hervorgehen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Pelletöfen mit Wassertasche. Und für alle Holzheizungen gilt: Einen Zuschuss gibt es nur für Heizungen, die auf der BAFA-Liste der förderfähigen Biomasseanlagen stehen.

BAFA-Zuschüsse richtig beantragen
Die BAFA-Förderung kann nach Inbetriebnahme der Holzheizung beantragt werden (innerhalb von 9 Monaten). Eingereicht werden müssen der Förderantrag (die aktuellen Formulare stehen auf www.bafa.de zur Verfügung), die vom Heizungsinstallateur ausgefüllte Fachunternehmererklärung sowie die vollständige Rechnung (in Kopie), adressiert an den Antragsteller.

2.000 Euro Zuschuss für emissionsarme Scheitholzheizung
Bei den Scheitholzheizungen gibt es nur Zuschüsse für besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel (staubförmige Emissionen: 15 mg /m³). Das Mindestvolumen für den Pufferspeicher muss 55 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung betragen. Die Förderung beträgt pauschal 2.000 Euro. Wird zum Scheitholzvergaserkessel noch eine Solarthermie-Anlage kombiniert, gibt es einen zusätzlichen Zuschuss (Kombinationsbonus) in Höhe von 500 Euro.

3.500 Euro Zuschuss für die Hackschnitzelheizung
Automatisch beschickte Hackschnitzelheizungen mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW erhalten pauschal 3.500 Euro Zuschuss je Anlage. Förderfähig sind nur Hackschnitzelheizungen, die über ein Pufferspeichervolumen von mindestens 30 Litern je Kilowatt Nennwärmeleistung verfügen. Zu den förderfähigen Hackschnitzelheizungen gehören auch Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln und Scheitholz. Wird zur Hackschnitzelheizung noch eine Solarthermie-Anlage kombiniert, gibt es einen zusätzlichen Zuschuss (Kombinationsbonus) in Höhe von 500 Euro.

Besonders belohnt wird die Installation moderner Technik: Für Hackschnitzelheizungen, die eine Partikelabscheidung oder Brenwerttechnik nutzen, gibt es eine Innovationsförderung. Der Zuschuss für besonders effiziente oder emissionsarme Hackschnitzelheizungen beträgt 4.500 beziehungsweise 5.250 Euro.

2.000 Euro Zuschuss für einen wasserführenden Pelletofen
Für einen wasserführenden Pelletofen gibt es einen Zuschuss von 36 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens aber 2.000 Euro. Bedingung ist, dass der Pelletofen automatisch beschickt wird, eine Leistungs- und Feuerungsregelung sowie eine automatische Zündung besitzt. Wird zum Pelletofen noch eine Solarthermie-Anlage kombiniert, erhalten Hausbesitzer zusätzlich einen Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro.

 
 
 
Quelle: BAFA / Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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