10 Jahre Ratgeber Sanierung
04.04.2016

Solaranlagen-Check im Frühjahr verhindert Ertragseinbußen

Maximale Sonnenernte bei Photovoltaik und Solarthermie

Mehr als 80 Prozent der Sonneneinstrahlung fallen in die Monate März bis Oktober. Im Frühjahr sollten Hausbesitzer deshalb die Solaranlage überprüfen lassen, denn die Herbst- und Wintermonate setzen Solaranlagen ganz schön zu: Schäden durch Schnee, Eis und Hagel sowie Verschmutzungen durch Laub oder Vogelkot können die Leistungsfähigkeit von Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen erheblich einschränken.

Hausdach mit Solarthermie und PhotovoltaikBild größer anzeigen
Im Frühjahr sollten Hausbesitzer ihre Solaranlage überprüfen lassen, damit sie über die warmen Monate die volle Leistung bringenFoto: Energie-Fachberater.de

Liegt der Ertrag einer Solaranlage unter den Vorjahreswerten, muss den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Deshalb sollten spezialisierte Handwerker den Frühjahrscheck für die Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage übernehmen. Sie kontrollieren die Funktionsfähigkeit, reinigen bei Bedarf die Module und Kollektoren und beheben Schäden. Der höhere Solarertrag nach einem beseitigten Mangel übersteigt oft die Kosten der Kontrolluntersuchungen.

Frühjahrscheck garantiert hohe Erträge und bringt steuerliche Vorteile
Mit einer Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage wird das Wohnen klimaschonend: Photovoltaik-Module erzeugen umweltfreundlich Strom für den Eigenverbrauch. Überschüsse werden entweder in das öffentliche Stromnetz eingespeist und bringen bares Geld oder werden vor Ort in einer Batterie (Solarstromspeicher) gespeichert. Auf diese Art und Weise erhöht sich der Eigenstromanteil beträchtlich. Eine Solarthermie-Anlage erhitzt Wasser für Bad und Küche und kann mit Solarwärme die Heizung unterstützen. Um die Vorteile der Solarenergie bestmöglich nutzen zu können, sollten Solaranlagen stets in einem einwandfreien Zustand sein. Eine routinemäßige Inspektion der Solaranlage ist daher wichtig. Dazu gehört ein Blick auf die Befestigungen und Anschlüsse. Bei Photovoltaik-Anlagen bedarf auch der Wechselrichter einer regelmäßigen Kontrolle. Bei thermischen Solaranlagen müssen zudem die Kollektoren entlüftet, die Umwälzpumpe überprüft und der Frostschutz kontrolliert werden.

Besonders anwenderfreundlich ist ein Wartungsvertrag. Dann wird die Prüfung auch garantiert nicht vergessen. Der Wartungsvertrag beinhaltet alle ein bis zwei Jahre eine besonders gründliche Kontrolle, unter anderem auch des Ertrages. Die Kosten für den Frühjahrscheck lassen sich steuerlich absetzen.

Solaranlagencheck

  • Selbst aktiv werden: Hausbesitzer können den Solarertrag mit den Vorjahreswerten vergleichen und so die Dringlichkeit einer Wartung erkennen. Besonders komfortabel ist das per Fernüberwachung.
  • Ein Fachmann sollte zu Rate gezogen werden, wenn die aktuellen Werte – bei ähnlichem solarem Strahlungsangebot - deutlich niedriger sind als sonst. 
  • Er kontrolliert die Funktionsfähigkeit und beseitigt Schäden an der Solaranlage. 
  • Die Inspektion kann routinemäßig einmal im Jahr gemacht werden. Bei einem Wartungsvertrag wird die Solaranlage alle ein bis zwei Jahre besonders gründlich kontrolliert. 
 
 
 
Quelle: Zukunft Altbau
 
 
 
 

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