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Expertenwissen

Heizungsrohre im Keller mit wenig Aufwand isolieren

Geringe Kosten für die Dämmung machen sich schnell bezahlt

Dämmung
 
Heizungsrohre ohne Isolierung, die im kalten Keller unter der Decke verlaufen, verlieren jährlich im Schnitt zwischen sieben und zehn Litern Heizöl pro Meter. Damit heizen Hausbesitzer den Keller statt ihre Räume. Energieberater Matthias Dörr empfiehlt deshalb eine Dämmung für ungedämmte Warmwasserleitungen und den Austausch alter Isolierungen. Am besten erledigen Hausbesitzer das sofort, spätestens aber bei der Erneuerung der Heizung.
Alte und brüchige Isolierung von Rohrleitungen im KellerBild größer anzeigen
Alte Rohrisolierungen, aus denen Dämm-Material heraus bröselt, sollten schnell ersetzt werdenFoto: Matthias Dörr

Bei Kosten von drei bis fünf Euro pro Meter Dämmung für gängige Rohrleitungen rechnet sich diese Maßnahme oft schon in einer Heizperiode. Denn Energieberater gehen davon aus, dass der jährliche Verlust durch ungedämmte Rohre und Leitungen in einem 30 Jahre alten Reihenhaus rund 2.300 Kilowattstunden beträgt. Das entspricht dem Jahresenergieverbrauch von zehn Tiefkühlschränken beziehungsweise Heizöl für 140 Euro. Im Heizungsraum oder Keller sind die Leitungen oft so angebracht, dass sie gut zugänglich sind. "Die Dämmung der Rohrleitungen kann dann in der Regel problemlos selbst erledigt werden", weiß Energieberater Dörr. Er empfiehlt, auf eine geschlossene und lückenlose Dämmhülle zu achten. Empfehlenswert sind Produkte aus Mineralwolle oder spezielle Dämmungen aus Kunststoff, die hitzebeständig sind. Von vielen Herstellern sind schon vorgefertigte Dämmschalen erhältlich. Verbindungen und Stöße werden mit einem geeigneten Klebeband geschlossen. Nach der Isolierung der Heizungsrohre sparen Hausbesitzer sofort Heizkosten. Hinzu kommt ein Vorteil bei Warmwasserleitungen: Das Wasser kommt nun wärmer an der Zapfstelle an.

Dass Rohrleitungen im kalten Keller gedämmt werden müssen, schreibt übrigens auch die Energieeinsparverrordnung (EnEV) für Häuser mit mehr als zwei Wohnungen vor. Bei kleineren Häusern greifen die Regelungen bei einem Eigentümerwechsel. Die Mindeststärke der Dämmung beträgt 20 Millimeter, wenn der Dämmstoff Wärmeleitgruppe 035 ausweist. Das gilt bis zu einem Rohrdurchmesser von 22 Millimetern. Darüber hinaus muss die Dämmdicke dem Rohrdurchmesser angeglichen werden.

Alte Isolierungen von Heizungsrohren ersetzen
Alte Isolierungen, die vor Jahren als sogenannte Gipsbinden um die Heizungsrohre gewickelt wurden, sind wahre Energieverschwender. Die Wärmeleitfähigkeit über diese Binden ist enorm und somit auch der Verlust an kostbarer Energie. Damals wurden auch so genannte Schaumstoffumhüllungen verbaut. "Diese verlieren im Laufe der Zeit allerdings stark an Dämmleistung. Das Material zerbröselt regelrecht beim Umfassen", berichtet Energieberater Matthias Dörr aus seiner Beratungspraxis.

 
 
 
Quelle: Matthias Dörr / Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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