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Förderung für neue Fenster und Dachfenster

Fördermittel gibt es auch für den Scheibentausch

Sanierungskosten
 
Sowohl als Einzelmaßnahme als auch bei einer kompletten Modernisierung erhalten Hausbesitzer eine KfW-Förderung für neue Fenster und Dachfenster. Das gilt auch für die so genannte Ertüchtigung der Fenster, also den Austausch der Fensterscheiben. Näheres in Sachen Förderung weiß Experte Alexander Neumann.
Spielzeughaus auf 100-Euro-ScheinenBild größer anzeigen
Die Fenster oder Dachfenster sollen erneuert werden? Die KfW unterstützt mit einer FörderungFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss (Programm 430)
Wer Haus oder Wohnung mit eigenen finanziellen Mitteln saniert und keinen Kredit benötigt, kann im Programm 430 einen Zuschuss beantragen. Maximal 18.750 Euro Zuschuss erhalten Hausbesitzer pro Wohneinheit bei einer Sanierung zum Effizienzhaus, bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Fenster beträgt der Zuschuss zehn Prozent der Sanierungskosten, maximal aber 5.000 Euro pro Wohneinheit.

Energieeffizient Sanieren - Kredit (151, 152)
Um einen KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen, ist in der Regel eine umfangreiche energetische Sanierung notwendig. Dafür wird im Programm 151 neben einem zinsgünstigem Kredit zusätzlich ein Tilgungszuschuss ausgezahlt. Doch auch schon einzelne Sanierungsmaßnahmen können die Energiekosten deutlich reduzieren. Im Programm 152 fördert die KfW energetische Einzelmaßnahmen wie neue Fenster und neue Dachfenster. Vergeben werden langfristig zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Altersgerecht Umbauen - Zuschuss (Programm 455)
Wer den Einbruchschutz seiner Fenster verbessern möchte (neue Fenster oder Nachrüstung der alten Fenster), kann im Programm Altersgerecht Umbauen dafür vor der Sanierung einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent beantragen.

Allgemeiner Tipp von Alexander Neumann: Lassen Sie sich immer alle Bestandteile des Angebots schriftlich geben, auch die energetischen Details. Fenster werden heute über die KfW schon mit einem mittleren Dämmwert von 0,95 W/m²K (für Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert, zu beachten ist dabei aber, dass dieser Wert des Gesamtfensters aus der Qualität des Glases, des Rahmens und der Glasabstandhalter berechnet werden muss. In vielen Angeboten wird standardmäßig nur der Dämmwert des Glases genannt.

Zusätzlich müssen bei neuen Fenstern und Dachfenstern folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Der Dämmwert der Außenwand beziehungsweise des Daches muss besser sein, als der Dämmwert des neuen Fensters oder Dachfensters. Wenn dies nicht der Fall ist, besteht eine erhöhte Gefahr von Tauwasserbildung an den Außenwänden. Wenn nötig, sollte also gleichzeitig mit der Fenstererneuerung auch der Dämmwert der Außenwände mit einer Fassadendämmung verbessert werden.
  2. Neue Fenster sind immer dichter als alte Fenster und müssen auch luftdicht eingebaut werden. Das bedeutet, wo sich früher Gebäude "von selbst" gelüftet haben, tun sie das mit neuen Fenstern nicht mehr. Es muss daher ein Lüftungskonzept erstellt werden, mit dem die Mindestlüftung zum Schutz vor Gebäudeschäden sichergestellt bzw. nachgewiesen wird. Nach dem Einbau neuer Fenster sollten Sie am besten mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen, um Ihr Lüftungsverhalten anzupassen.
  3. Fenster werden schon seit langer Zeit mit dem Dämmwert für das Gesamtfenster bewertet (Uw-Wert), der Dämmwert des Glases (Ug-Wert) allein ist nicht ausreichend. Die Glasabstandhalter spielen in der Gesamtbilanz eine große Rolle, fragen Sie daher unbedingt nach einer Ausführung mit "warmer Kante" oder thermisch verbessertem Randverbund. 
  4. KfW-Förderung richtig beantragen

Mehr Förderung bei Sanierung im Paket
Noch höhere Zuschüsse erhalten Hausbesitzer, wenn sie gleichzeitig mit den neuen Fenstern eine Lüftungsanlage einbauen. Für das so genannte Lüftungspaket gibt es im Kreditprogramm einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent, maximal 6.250 Euro auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Wer die Sanierung aus eigenen Mitteln finanziert, kann einen Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro, maximal also 7.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit beantragen.

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Quelle: Sunshine Energieberatung GmbH / KfW / www.Energie-Fachberater.de
 
 



 
 

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