10 Jahre Ratgeber Sanierung
22.04.2013
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Baulicher Brandschutz bei Photovoltaik-Anlagen

Die wichtigsten Tipps für sicheren Solarstrom

Sind Photovoltaik-Anlagen brandgefährlich? Immer wieder stehen die Anlagen in der Kritik, sie würden im Brandfall die Löscharbeiten erschweren oder unmöglich machen und könnten sich sogar selbst entzünden. Doch keine Sorge: Wer schon bei Auswahl und Installation der Photovoltaik-Anlage an den baulichen Brandschutz denkt, kann die Brandgefahr auf ein Minimum reduzieren. Hier die wichtigsten Tipps.

Module einer Photovoltaik-Anlage auf HausdachBild größer anzeigen
Die Brandgefahr von Photovoltaik-Anlagen wird immer wieder diskutiert. Die größte Gefahr liegt allerdings in einer unsachgemäßen InstallationFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Wenn Dachstühle "wegen" Photovoltaik-Anlagen in Brand geraten, liegt das nicht an den Anlagen selbst. Denn Photovoltaik-Anlagen können sich nicht selbst entzünden. Das Problem sind vielmehr sparwütige Betreiber und unvorsichtige oder schlecht ausgebildete Installateure. Immer wieder kommt es vor, dass beispielsweise Kabel unsachgemäß verlegt werden und elektrische Verbindungen fehlerhaft sind. Schon ein Marderbiss kann dann fatale Folgen haben. Ob eine Photovoltaik-Anlage sicher ist oder nicht, haben Hausbesitzer also selbst in der Hand.

Hochwertige Solarstrom-Anlage
Um Billig-Anbieter sollten Hausbesitzer deshalb einen großen Bogen machen und sowohl bei der Photovoltaik-Anlage selbst als auch beim Installateur auf Qualität setzten. Denn wer am falschen Ende spart, muss das eventuell teuer bezahlen. Eine hochwertige Anlage sowie eine sachgemäße Installation sind das A und O in Sachen Brandsicherheit.

Platzierung der Photovoltaik-Anlage

Auch die Platzierung der Photovoltaik-Anlage spielt eine entscheidende Rolle. Hier gilt: Weniger ist manchmal mehr - besonders wenn es darum geht, Brandschutzmauern zu mißachten. Diese sollen verhindern, dass im Brandfall Feuer vom einen auf das andere Haus übergreift. Wer unbedingt jeden Zentimeter Dachfläche für die Stromerzeugung ausnutzen will und die Brandschutzwand mit Modulen überbaut, geht ein unnötiges Risiko ein. Der nötige Mindestabstand sollte auf jeden Fall eingehalten werden.

Stromkabel ordnungsgemäß verlegen

Bei den Stromkabeln sind Kompromisse ebenfalls fehl am Platz. Schließlich sollen die Kabel lange halten. Außerdem müssen, da mit Gleichstrom hantiert wird, im Unterschied zu Wechselstrom hohe Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Deshalb sollten nur doppelt isolierte, extrem wetter- und erhöht temperaturbeständige, halogenfreie sowie UV-stabile Solarkabel verlegt werden.

Regelmäßige Wartung
Solarmodule verschmutzen leicht, Steckverbindungen können sich lockern. Auch Korrosionsschäden sind auf Dauer nicht ausgeschlossen. Eine regelmäßige Wartung der Photovoltaik-Anlage ist somit besonders wichtig. Diese sollten Hausbesitzer besser nicht selbst übernehmen, sondern lieber ausgebildeten Fachkräften überlassen. So wird ein sicherer Betrieb garantiert.

Mit Schild auf Photovoltaik-Anlage hinweisen
Kommt es zum Brandfall, können Solarstrom-Anlagen mit ihren hohen Spannungen lebensgefährlich für Feuerwehrleute werden - vor allem, wenn die Anlage auf dem Dach von unten nicht erkennbar ist. Bei neuen Photovoltaik-Anlagen ist ein Hinweisschild zur Kennzeichnung bereits Standard. Das Schild mit der Aufschrift "PV - Achtung Solaranlage" wird als Brandschutzzeichen am Haus angebracht. So können die Feuerwehrleute umgehend die entsprechenden Schutzmaßnahmen ergreifen.

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Quelle: Deutscher Feuerwehr Verband / greenhome / Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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