10 Jahre Ratgeber Sanierung
19.09.2013
 

Sanierung von asbestbelasteten Bauteilen ist Fall für Profis

In vielen Altbauten steckt noch krebserregendes Asbest

Zahlreiche Altbauten sind mit Asbest belastet. Die krebserregende Faser kam bis in die 90er Jahre beim Hausbau zum Einsatz, auf dem Dach, an der Fassade, in der Dämmung oder sogar als Bodenbelag. Solange die belasteten Bauteile keine Schäden aufweisen, besteht keine Gefahr. Wird eine Sanierung notwendig, muss ein Fachbetrieb ran.

Dachumlauf aus alten Faserzementplatten mit AsbestBild größer anzeigen
Asbest versteckt sich im Altbau zum Beispiel auf dem Dach. Alte Faserzementplatten wie hier am Dachumlauf können asbestbelastet seinFoto: Energie-Fachberater.de

Asbest ist eine Mineralfaser, die sich aufgrund ihrer Langlebigkeit und Hitzebeständigkeit großer Beliebtheit bei Bauherren erfreute – bis sich herausstellte, dass die Faser krebserregend ist. Verbaut wird Asbest schon lange nicht mehr, seit 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Doch in vielen Altbauten steckt immer noch jede Menge Asbest, verborgen zum Beispiel in Dach- oder Fassadenplatten aus Asbestzement, in Cushion-Vinyl-Fußbodenbelägen, in alten Dämmstoffen, hinter Tapeten oder Heizkörperverkleidungen.

Sanierung von Asbest: Fall für den Profi
Sind die betroffenen Bauteile intakt, besteht keine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner. Kritisch wird die Lage bei einer Beschädigung oder einer Bearbeitung der Bauteile: Durch Bohren, Schleifen oder Herausreißen werden die Fasern freigesetzt und können eingeatmet werden. Das kann zu Lungenkrebs führen. Deshalb dürfen beispielsweise Asbestzementprodukte nicht bearbeitet werden! Asbestbelastete Bauteile müssen bei einer Sanierung staubdicht verpackt und fachgerecht entsorgt werden. Das ist spätestens nötig, wenn Dach- oder Fassadenplatten aus Asbestzement Witterungserscheinungen aufweisen. Dann lösen sich einzelne Fasern und verteilen sich in der Luft. Durch eine frühzeitige Sanierung wird diese Gefahr eingedämmt. Sie darf nur behördlich zugelassenen Unternehmen überlassen werden. Für Heimwerker gilt: Finger weg!

Bei Verdacht auf Asbest Sachverständigen hinzuziehen
Ein großes Problem ist, dass viele Altbau-Besitzer noch nicht einmal wissen, dass ihr Haus vielleicht voller Asbest steckt. Denn Asbest ist für den Laien kaum zu erkennen. Die Folge: Bei einer Modernisierung oder einer Sanierung des belasteten Bauteiles wird das Haus durch mit der krebserregenden Faser kontaminiert. Altbau-Besitzer sollten sich der schlummernden Gefahr bewusst sein, wenn sie zum Beispiel eine Modernisierung oder eine energetische Sanierung planen. Beim geringsten Verdacht auf Asbest ist es ratsam, eine Sachverständigen hinzuzuziehen.

 
 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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