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Expertenwissen

So schützen Sie Ihre Fassade vor Graffiti

Spezielle Beschichtungen erleichtern die Reinigung

Fassade
 
Nichts ist ärgerlicher für Hausbesitzer als Graffiti an der Fassade. Auch wenn das Graffiti selbst keinen Schaden anrichtet – die Entfernung der Schmierereien verursacht hohe Kosten. Experte Frank Frössel erklärt, wie Hausbesitzer ihre Fassade schützen können.
Graffiti an einer FassadeBild größer anzeigen
Graffiti müssen Hausbesitzer mit speziellen Systemen zu Leibe rücken, denn einfaches Überstreichen reicht in der Regel nicht zur EntfernungFoto: Energie-Fachberater.de

Ausgeführt werden Graffiti mit so genannten Aerosol-Spraydosen mit Acrylaten oder Alkyddispersionen sowie auch Breitrand-Filzstiften. Für Beseitigung oder Schutz werden verschiedene Systeme angeboten, Empfehlungen gibt die Gütegemeinschaft Anti-Graffiti e.V.. Antigraffiti-Systeme bieten die Möglichkeit zur Graffiti-Entfernung, zur Graffiti-Beseitigung und zum Graffiti-Schutz.

Entfernung von Graffiti – viel hilft leider nicht viel
Das große Problem bei der Entfernung: Ein Graffiti kann in der Regel nicht einfach überstrichen werden, da der Untergrund noch durchscheint oder wieder durchschlägt. Auch ein mehrmaliges Wiederholen oder der Einsatz von Farben mit hohem Füllstoff- und Festkörperanteil bringt keine Verbesserung, da sich mit jeder Schicht die Gefahr von Abplatzungen erhöht. Deshalb ist auch bei der Graffiti-Beseitigung vorab eine Entfernung mit speziellen Systemen sinnvoll.

Beschichtungen bieten Schutz

Bei einem Antigraffiti-System wird ein spezielles Beschichtungssystem auf die Fassade aufgetragen, die anschließend bei Bedarf gereinigt werden kann. Das Prinzip basiert darauf, dass durch die spezielle Ausrüstung der Fassade das tiefere Eindringen von Farbpigmenten verhindert wird. Dadurch bleiben die Graffiti an der Oberfläche und können durch geeignete Reinigungsverfahren leicht entfernt werden.

Je nach Art und Dauerhaftigkeit in Bezug auf den Untergrund werden permanente, temporäre und semi-permanente Systeme unterschieden. Permanente Systeme werden einmal auf den Untergrund aufgetragen und sind reinigungsbeständig. Hierbei handelt es sich in der Regel um Beschichtungssysteme auf Polyurethanbasis, bei denen aber die Wasserdampfdiffusion beeinträchtigt wird.

Alternativ kommen wasserdampfdiffusionsoffene Grafitti-Systeme auf Siliconbasis zum Einsatz. Diese werden als temporäre Beschichtungssysteme bezeichnet, da sie sich jedes Mal bei einer Reinigung der Fassade auflösen und infolgedessen erneuert werden müssen.

Bei den so genannten semi-permanenten Systemen werden Einschicht- und Mehrschichtsysteme unterschieden. Bei Einschichtsystemen wird die Schutzschicht bei der Reinigung nur teilweise abgetragen und muss deshalb auch nur teilweise erneuert werden. Eingesetzt werden hydro- und oleophobierende Systeme, die eine hohe Wasserdampfdiffusion aufweisen. Mehrschichtsysteme hingegen besitzen eine permanente Grundierung und eine temporär wirksame Schutzschicht (Opferschicht), die bei der Reinigung zusammen mit der Verunreinigung entfernt wird. Anschließend muss nur die Schutzschicht erneuert werden.

 
 
 
Quelle: Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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