14.11.2019
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Sanierungsrate stagniert / Energieverbrauch auf hohem Niveau

Klimapaket soll Wärmewende voranbringen

Der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser betrug 2017 in Deutschland insgesamt 870 Terawattstunden. Statt zu sinken liegt er damit sogar leicht über dem Niveau von 2010 (865 Terawattstunden)! Als Grund nennt die Deutschen Energie-Agentur (dena) vor allem fehlende Anreize für Sanierungsmaßnahmen und den Einsatz von innovativen Technologien. Die Sanierungsrate stagniert weiter. Bringt das Klimapaket die Wärmewende?

Grafik Energieverbrauch für Heizung und WarmwasserBild größer anzeigen
Da tut sich nichts! Der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser ist seit Jahren konstant hochFoto: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Die Sanierungsrate stagniert weiter bei etwa einem Prozent pro Jahr, obwohl zum Erreichen der Klimaziele mindestens 1,5 Prozent notwendig wären. Die Hoffnung der dena-Experten ruht nun auf dem Klimapaket der Bundesregierung.

Ohne zusätzliche Anstrengungen werden die Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich nach den Schätzungen der dena im Jahr 2030 um bis zu 28 Millionen Tonnen über dem angestrebten Wert von 70 bis 72 Millionen Tonnen liegen. Das Klimapaket soll nun den Stillstand beenden. Die Experten mahnten an, dass die geplanten Maßnahmen wie der Steuerbonus für Sanierungen jetzt rasch umgesetzt werden müssen. Solange das nicht der Fall ist, bleibt Unsicherheit im Markt und Hauseigentümer warten ab.

Steigende Heizölpreise trieben Energiekosten 2018 nach oben
2018 stiegen die Energiekosten privater Haushalte deutlich an, vor allem wegen höherer Preise für Heizöl. Hinzu kommt der zunehmende Absatz von Klimaanlagen, bisher allerdings vor allem für Nichtwohngebäude. Die Zahl der verkauften Klimageräte ist von 120.000 im Jahr 2009 auf 200.000 im Jahr 2018 gestiegen.

Was können Hausbesitzer gegen hohen Energieverbrauch tun?
Das Klimapaket der Bundesregierung soll nicht nur neue Vorgaben und teilweise Verbote bringen, sondern vor allem mehr Anreize durch eine höhere Förderung schaffen. Wer einen hohen Heizenergieverbrauch hat, sollte diese Anreize und das Zeitfenster nutzen (der Steuerbonus für Sanierungen ist zunächst auf 10 Jahre begrenzt geplant), um sein Wohneigentum auf einen besseren energetischen Stand zu bringen. Ob das mit einer klimafreundlichen Heizung gelingt und / oder einer schrittweisen Dämmung des Gebäudes, ist abhängig vom Zustand der Bausubstanz und Haustechnik. In jedem Fall können die Eigentümer und Bewohner aber neben geringeren Heizkosten auch mit mehr Wohnkomfort rechnen. Ob Ihre Heizkosten zu hoch sind, finden Sie mit dem aktuellen Heizspiegel heraus.

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Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena) / Energie-Fachberater.de
 

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