10 Jahre Ratgeber Sanierung
Expertenwissen

Fassadensanierung richtig vorbereiten

Eignung der neuen Beschichtung vorher überprüfen

Schritt-für-Schritt-AnleitungFassade
 
Bevor der neue Putz aufgetragen wird, müssen Hausbesitzer einige Vorbereitungen treffen. Experte Frank Frössel weiß, wie die Fassade Schritt für Schritt startklar für die Sanierung gemacht wird.
Benetzungsprobe mit Wasser an der Fassade: So lassen sich Schäden erkennenBild größer anzeigen
Mit einer Benetzungsprobe können Wasseraufnahme und Saugverhalten der Oberfläche der Fassade bestimmt werden. So lassen sich auch feine Risse im Beton oder Putz der Fassade erkennenFoto: Frank Frössel

1. Schritt
Lose Teile, Staub oder Schmutz sowie allgemein haftungsmindernde Schichten oder Reste müssen vor der Fassadensanierung vollständig entfernt, weiche oder nicht tragfähige Untergründe vor dem Beschichten verfestigt werden.

2. Schritt

Der Untergrund sollte in einem bestimmten Umfang kapillar saugfähig sein, so dass Teile des Anmachwassers oder der Wirkstoffe eindringen können. Andererseits darf die Wasseraufnahme des Untergrundes nicht so groß sein, dass die Gefahr eines "Verdurstens" der Beschichtung besteht. Je nach Untergrundbedingungen muss also der Untergrund der Fassade gut vorgenässt werden (bei mineralischen Putzen). Oder er wird mit einer Aufbrennsperre beziehungsweise Grundierung (bei mineralischen und organisch gebundenen Putzen) versehen.

3. Schritt

Konstruktionselemente und Bauteile, die mit dem Putz nicht in Berührung kommen dürfen (z. B. Holz, Fachwerkkonstruktionen, Stahlträger etc.) müssen vor dem Verputzen fachgerecht abgedeckt und mit einem geeigneten Putzträger überspannt werden. Über Dehnungs- und Bewegungsfugen des Bauwerks darf der Putz nicht aufgezogen werden, hier ist eine Trennung durch geeignete Putzprofile sinnvoll. Auch ungeschützte Rohrleitungen dürfen nicht überputzt werden.

4. Schritt
Ist der Untergrund der Fassade für die ausgewählte Beschichtung geeignet? Das sollten Hausbesitzer vorher prüfen! Dagegen sprechen können unter anderem: größere Unebenheiten, Ausblühungen und Salzkristallisationen, Spannungs- oder Setzrisse, zu glatte Oberflächen, zu starke Restfeuchte, gefrorene Flächen oder mikrobielle Belastungen. Der Feuchtigkeitsgehalt des Fassaden-Untergrundes muss für die nachfolgende Beschichtung bekannt sein, da für Holz, Beton, Porenbeton, Ziegel, Kalksandstein, Faserzement, Putz und Wandbauplatten aus Gips entsprechend ihrer Materialeigenschaften unterschiedliche Werte gelten. Eine Augenscheinprüfung reicht in der Regel nicht aus, so dass eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden muss.

 
 
 
Quelle: Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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