10 Jahre Ratgeber Sanierung
07.03.2016
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Sind Nachtspeicherheizung und Infrarotheizung Alternativen?

Heizen mit Strom meistens unwirtschaftlich

Stromheizungen werden oft als günstige Alternative für die klassische Heizung beworben. Doch sind Infrarotheizungen und Nachtspeicherheizungen wirklich sinnvoll? Versprochen werden niedrige Heizkosten, hoher Komfort und eine gute Klimabilanz. Doch in der Regel machen die hohen Betriebskosten für das Heizen mit Strom die günstigen Anschaffungskosten nicht wett und die Stromheizung ist meistens unwirtschaftlich.

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Auch wenn Stromheizungen wie Nachtspeicherheizung und Infrarotheizung oft als komfortable und unkomplizierte Alternative beworben werden - bei den Betriebskosten kann es eine böse Überraschung gebenFoto: Energie-Fachberater.de

Elektrische Nachtspeicherheizungen sollen, so die Theorie, künftig eine wichtige Rolle für die Energiewende spielen, indem Strom aus erneuerbaren Energien in privaten Speicherheizungen "zwischengespeichert" wird. "Die Idee ist gut", bestätigt Birgit Holfert, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. "Die Praxis ist aber leider schwierig: In den entsprechenden Regionen sind gar nicht genug Speicherheizungen angeschlossen, um die Netze tatsächlich spürbar zu entlasten. Außerdem sind viele Anlagen nicht vom Netzbetreiber aus der Distanz regelbar - damit können sie gar nicht bei Bedarf zugeschaltet werden. Und so bleiben Nachtspeicherheizungen in erster Linie Strom- und Geldfresser." Außerdem brauchen Nachtspeicherheizungen eben auch dann Strom, wenn er knapp und teuer ist, und nicht nur an den wenigen Tagen, wo überschüssige Energie verfügbar wäre.

Infrarotheizung als Alternative zur Nachtspeicherheizung?
Als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zur Nachspeicherheizung werden oft Infrarotheizungen beworben. Da sie mit einem etwas höheren Anteil Strahlungswärme heizt, reichen laut Herstellern niedrigere Raumtemperaturen aus für ein behagliches Wohnklima. Allerdings verbraucht eine Infrarotheizung vor allem tagsüber Strom, zu derzeit durchschnittlich 25 Cent pro kWh (zum Vergleich: Gas ca. 6 Cent/kWh, Heizöl und Holzpellets umgerechnet ca. 5 Cent/kWh). Diese hohen Betriebskosten für das Heizen mit Strom werden auch durch die relativ niedrigen Anschaffungskosten nicht wettgemacht.

Stromheizungen nur in Einzelfällen sinnvoll
Generell sind Stromheizungen nur in wenigen Einzelfällen sinnvoll, zum Beispiel dann, wenn ein zusätzlicher Raum nur schwer an das normale Heizsystem geschlossen werden kann oder wenn Räume nur sehr sporadisch beheizt werden. Wer alte Nachtspeicherheizungen erneuern oder durch ein anderes Heizsystem ersetzen möchten, sollte sich gut informieren, unabhängig beraten lassen und dann die Alternativen samt Kosten abwägen. Denn der Umstieg auf ein anderes Heizsystem ist auch nicht ganz unkompliziert, Leitungen müssen verlegt und Heizkörper montiert werden. 

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Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
 
 
 
 

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