10 Jahre Ratgeber Sanierung
24.02.2016

Aufsparrendämmung: Das gilt es bei der Planung zu beachten

Mit diesen Kriterien wählen Sie den Dämmstoff richtig aus

Ein Steildach ist ein komplexes Bauteil. Wer die ideale Lösung für die Dachdämmung finden möchte, sollte sich ausreichend Zeit für die Planung nehmen. Eine besonders effiziente Möglichkeit der Dachsanierung ist die Aufsparrendämmung, also die Dachdämmung von außen. Doch welche Dämmstoffe gibt es dafür? Was ist besonders wirtschaftlich? Und können verschiedene Dämmstoffe kombiniert werden?

Handwerker bei der AufsparrendämmungBild größer anzeigen
Ab nach oben mit der Dachdämmung! Eine Aufsparrendämmung ist besonders effizientFoto: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Ist es Zeit für eine Dachsanierung und die Dacheindeckung wird erneuert, sollten Hausbesitzer den optimalen Zeitpunkt für die Aufsparrendämmung nicht verpassen. Diese Art der Dachdämmung ist die effektivste und in Verbindung mit der Dachsanierung auch wirtschaftlichste Form der Dachdämmung. Der große Vorteil: Die Innenräume bleiben von der Dachdämmung unberührt.

Welcher Dämmstoff kommt für eine Aufsparrendämmung in Frage?
Viele verschiedene Dämmstoffe stehen für die Aufsparrendämmung zur Verfügung. Um den passenden zu finden, sollten Hausbesitzer ihrem Planer oder Dachhandwerker einige Fragen beantworten:

  • Welche Anforderungen gibt es an Schallschutz und Brandschutz?
  • Wie wichtig ist das Material?
  • Legt der Hausbesitzer beispielsweise besonderen Wert auf natürliche Materialien?

Zusätzlich muss der Fachbetrieb im Vorfeld der Dämmung die Anforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie eventuell die Statik prüfen und die Dachkonstruktion genau unter die Lupe nehmen.

Mit einer Aufsparrendämmung aus PIR Hartschaum kann beispielsweise eine gute Dachdämmung aufgebaut werden. Steht dagegen der Baustoff Holz im Vordergrund und soll die Aufsparrendämmung robust in der Verarbeitung sein, können Hausbesitzer Holzweichfaserdämmplatten wählen. Erfordert die Dachkonstruktion diffusionsoffene Materialien, kommt zum Beispiel Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle zum Einsatz. Spezialisierte Dämmstoffe kombinieren sogar die positiven Eigenschaften von Glas- und Steinwolle und verbuchen leichtes Gewicht und Nichtbrennbarkeit als Vorteile.

Reicht eine Aufsparrendämmung allein aus?
Schon mit der Aufsparrendämmung allein lässt sich ein guter und lückenloser Wärmeschutz erreichen. Doch auch die Kombination mit einer Zwischensparrendämmung ist sinnvoll, gerade wenn hohe Anforderungen an den Wärmeschutz, Schallschutz und Brandschutz gestellt werden. In Verbindung mit einer fachgerecht verlegten Klimamembran entsteht eine lückenlose Dämmschicht, Wärmebrücken werden sicher verhindert und Spitzenwerte können erzielt werden. Die Dampfbremse kann, in Abhängigkeit der Rahmenbedingungen, dabei sowohl schlaufenförmig als auch eben über den Sparren verlegt werden. So werden auch höchste Ansprüche erfüllt.

Noch ein Hinweis zur Zwischensparrendämmung: Gerade wenn nicht bekannt ist, welche Dämmung zwischen den Sparren liegt und ob die raumseitige Dampfbremse intakt ist, empfiehlt sich eine eingehende Untersuchung und in der Regel auch der Austausch. Heutige Dämmstoffe füllen den Raum zwischen den Sparren komplett aus. Mit modernen Klimamembranen und darauf abgestimmten Klebebändern und Dichtstoffen wird nachträglich bauphysikalisch korrekt eine Dampfbremse eingebaut. 

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de / Isover
 
 
 
 

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