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Förderung für die Dachdämmung

Luftdichtheitstest ist oft Bedingung für Fördermittel

Sanierungskosten
 
Ob für die Dachdämmung im Rahmen einer kompletten Sanierung des Hauses oder die Dämmung des Dachs als Einzelmaßnahme - Hausbesitzer erhalten zum Beispiel von der KfW eine Förderung in Form von zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen. Was es dabei zu beachten gibt, erklärt Energieberater Alexander Neumann.
Haus aus Zollstock auf Euro-ScheinenBild größer anzeigen
Die KfW stellt im Programm Energieeffizient Sanieren Fördermittel für die Dachdämmung zur VerfügungFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Die Anforderungen für die Förderung einer Dachdämmung sind in der Regel sehr hoch, weil die Dämmstärke im Dach im Vergleich zu anderen Bauteilen sehr gut erhöht werden kann. So fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) für das Steildach einen U-Wert von 0,24 W/(m²K), wer eine Förderung von der KfW erhalten möchte, muss aber bei Flachdach und Steildach einen U-Wert von 0,14 W/(m²K) erreichen.

In Frage kommen diese Förderprogramme:

  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (Programmnummer 430): Gefördert werden zehn Prozent der Sanierungskosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (Programmnummer 151): Aus dem Programm erhalten Hausbesitzer zinsgünstige Darlehen für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Maximal sind es 100.000 Euro pro Wohneinheit plus Tilgungszuschuss , der sich je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Niveau auf bis zu 27,5 Prozent der Kreditsumme (maximal 27.500 Euro) beläuft.
  • Energieeffizient Sanieren - Kredit, Einzelmaßnahmen (Programmnummer 152): Die Förderung über zinsgünstige Darlehen beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie eine Dachdämmung. Dazu kommt ein Tilgungszuschusses von 7,5 Prozent der Kreditsumme.

Der Antrag auf Förderung muss jeweils vor Beginn der Dachdämmung eingereicht werden. KfW-Förderung richtig beantragen

Diese Punkte müssen bei der Förderung der Dachdämmung zusätzlich beachtet werden:

  • Die Dachdämmung ist als Zwischen-, Auf- oder Untersparrendämmung oder in Kombination möglich. Bei der U-Wert-Berechnung muss der Sparrenanteil der Dachkonstruktion berücksichtigt werden.
  • Bei einer Dacherneuerung von außen besteht der Vorteil, dass man eine sehr effiziente und wärmebrückenarme Aufsparrendämmung einsetzen kann und der Innenraum nicht beeinträchtigt wird. Alle mit der Dämmmaßnahme zusammenhängenden Kosten sind über die KfW förderfähig, also auch die neue Dacheindeckung und eine Erneuerung der Schornsteinköpfe.
  • Ein Luftdichtheitskonzept muss erstellt und dokumentiert werden.

Viele regionale Förderprogramme fordern zudem einen abschließenden Luftdichtheitstest (so genannter Blower-Door-Test).

Mehr Förderung bei Sanierung im Paket
Noch höhere Zuschüsse erhalten Hausbesitzer, wenn sie gleichzeitig mit der Dachdämmung eine Lüftungsanlage einbauen. Für das so genannte Lüftungspaket gibt es im Kreditprogramm einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent, maximal 6.250 Euro auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Wer die Sanierung aus eigenen Mitteln finanziert, kann einen Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro, maximal also 7.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit beantragen.

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Quelle: Sunshine Energieberatung GmbH / KfW / www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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