10 Jahre Ratgeber Sanierung
26.03.2014
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Wärmedämmung: In fünf Schritten zum Energiesparhaus

Energie sparen? Ohne Sanierung geht es nicht

Das mitteleuropäische Klima macht es Energiesparern nicht leicht. Die Sonnenstunden reichen kaum aus, also muss die Technik die Wärme ins Haus liefern. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch gesenkt werden. Doch selbst eine moderne Heizung kann keine Wunder bewirken, wenn der nötige Wärmeschutz fehlt. Ohne Wärmedämmung geht es nicht - nur sie verhindert, dass sich die kostbare Wärme gleich wieder über Wände und Dächer verabschiedet.

Dächer mit rauchenden SchornsteinenBild größer anzeigen
Was die wärmende Kleidung für den Bewohner, ist die Wärmedämmung fürs Haus - ohne läuft die Heizung auf Hochtouren und der Winter wird richtig teuer. Damit das nicht passiert, unterstützt die KfW Hausbesitzer bei der Dämmung mit FördermittelnFoto: KfW-Bildarchiv/Fotograf: Thomas Klewar

Das Mittel der Wahl gegen teure Wärmeverluste ist eine lückenlose Wärmedämmung. Dämmstoffe reduzieren dank ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit den Wärmeabfluss aus dem Haus. Einzige Voraussetzung: Die Dämmung muss fachgerecht und mit guter Qualität ausgeführt werden. Dann kann eine umfassende Wärmedämmung den Heizenergieverbrauch mehr als halbieren - je nach Maßnahmenkombination, Materialwahl und Dämmdicke.

Je effektiver die Dämmung und je besser die Verglasung der Fenster, desto näher gelangen Hausbesitzer an ihr Ziel, Energie zu sparen, ohne dadurch an Komfort einzubüßen. Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel Passivhaus. Dort sorgt eine Rundum-Dämmung in Kombination mit energiesparenden Fenstern und erneuerbaren Energien für viel Behaglichkeit ganz ohne aktive Beheizung.

Mit diesen fünf Maßnahmen wird aus jedem Haus ein Energiesparhaus:

Fassadendämmung
Schlecht oder gar nicht gedämmte Außenwände lassen viel Spielraum für Wärmeflucht. Mit einer Fassadendämmung schieben Hausbesitzer Wärmeverlusten einen Riegel vor. Als Richtwert gilt: Zwölf Zentimeter Dämmstoff bei einer Außendämmung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder vorgehängter hinterlüfteter Fassade (VHF) oder acht Zentimeter Dämmstoff bei einer Innendämmung. Ist zweischaliges Mauerwerk vorhanden, kann die Fassade auch mit einer Kerndämmung flott gemacht werden. In diesem Fall wird die innen liegende Luftschicht mit Dämmstoff aufgefüllt. Sie sollte sechs bis acht Zentimeter Platz für die Dämmung bieten.

Dachdämmung

Jeder kennt den Merksatz: Wärme steigt nach oben! Ein Dach ohne Dämmung ist deshalb ein echter Energievernichter. 20 Zentimeter Dämmstoff zwischen, unter oder auf den Sparren reichen aus, um die Heizwärme in geordnete Bahnen zu lenken. Ein Vorteil mehr im Sommer: Die Dachräume heizen sich nicht mehr so auf, so dass es auch im bewohnten Dachgeschoss angenehm kühl bleibt. Alternativ kann auch der Dachboden mit einer Dämmung versehen werden.

Fenster-Modernisierung

Auch ein Fenstertausch macht sich schnell positiv bemerkbar - mit einem deutlichen Komfortgewinn und sinkenden Heizkosten. Bei den Fenstern ist eine moderne Wärmeschutzverglasung ein absolutes Muss. Wer noch Fenster mit Einfachverglasung hat, sollte sich schleunigst trennen und sie mindestens gegen Fenster mit Zweischeibenverglasung und einem sehr gut gedämmten Rahmen austauschen. Noch effektiver dämmen Fenster mit Dreischeibenverglasung.

Dämmung der Kellerdecke
Mit rund acht Zentimetern Dämmstoff sind Hausbesitzer im Keller auf der sicheren Seite. Die Dämmung der Kellerdecke wirkt als Wärmestopper zum Erdreich hin. Angenehmer Nebeneffekt der preiswerten Heizkostenbremse: Fußkälte im Erdgeschoss gehört mit einer gedämmten Kellerdecke der Vergangenheit an.

Modernisierung der Heizung
Moderne Heiztechnik allein kann nicht gegen steigende Heizkosten ankommen. Doch in Kombination mit einer guten Wärmedämmung spart eine neue Heizung zusätzlich Energie. Wer mit Öl oder Gas heizt, sollte im Keller Platz für eine Brennwert-Heizung machen. Gas- und Öl-Brennwertkessel arbeiten viel effizienter und holen noch das letzte Bisschen Energie aus dem Brennstoff heraus. Alternativ können Hausbesitzer prüfen, ob sich der Umstieg auf eine Pelletheizung oder ein Mikro-BHKW rechnet. Wahlweise kann natürlich auch die Brennwert-Heizung mit einer Solaranlage für die Brauchwassererwärmung kombiniert werden. 

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Quelle: Hesssische Energiespar-Aktion
 
 
 
 

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